
Am 8. Oktober fand das 6. Forum der Hochschulallianz für chinesisch-deutsche Kooperationsausbildung an der Shanghai Dianji-Universität statt. An dem Forum nahmen die Verantwortlichen der Einrichtungen bzw. Projekte für chinesisch-deutsche Kooperationsausbildung von insgesamt 16 Hochschulen teil: Changshu Institute of Technology, Chongqing College of Mobile Communication, Foshan University, Hebei Agricultural University, Jiangsu University of Technology, Qingdao University of Science and Technology, Shandong Agricultural University, Shanxi University of Finance and Economics, Shanghai Dianji University, University of Shanghai for Science and Technology, Wuhan Business University, Northwestern Polytechnical University, Yantai University, Yantai Institute of Technology, Zhejiang University of Science and Technology sowie Zhengzhou University. Zusätzlich wurden Experten der Shanghai-Universität, der Peking-Universität, von UNIcert Prüfung und von SinoJobs als Gäste eingeladen.
Das Forum stand unter dem Thema „Internes Steuerungssystem der chinesisch-ausländischen Kooperationsausbildung“. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Shanghai Dianji-Universität. Die Veranstaltung passt hervorragend zur Strategie der Hochschule, einen charakteristischen Weg der internationalen Integration von Industrie und Ausbildung zu gehen und das Ziel zu verwirklichen, eine fortschrittliche anwendungsorientierte Universität mit landesweiter Strahlkraft aufzubauen.

Li Xiaojun, stellvertretende Parteisekretärin und stellvertretende Präsidentin der Shanghai Dianji-Universität, sowie Luan Xuelian, stellvertretende Leiterin der Abteilung für Internationale Austausche der Shanghaier Bildungsbehörde, hielten jeweils Eröffnungsreden zum Forum.
Im Namen der Shanghai Dianji-Universität begrüßte Li Xiaojun allen anwesenden Vertreter herzlich. Sie erklärte, dass die Durchführung dieses Allianzforums anlässlich der großen Feier zum 70-jährigen Bestehen der Hochschule eine außerordentliche Bedeutung habe. Shanghai Dianji-Universität verfolge die Strategie „Qualität als Grundlage, Offenheit als Antrieb und Talente als Schlüssel“ und gehe einen charakteristischen Entwicklungsweg der internationalen Integration von Industrie und Ausbildung. Der gegenseitige Austausch und das Lernen voneinander innerhalb der Allianz chinesisch-deutscher Kooperationshochschulen seien für alle Mitgliedsinstitutionen von großer Wichtigkeit. Sie hoffe, dass die wertvollen Einsichten und profunden Ansichten der Führungskräfte und Gäste in den Hauptvorträgen und Diskussionsrunden zu fruchtbaren Gedankenaustauschen führen und neue Impulse für die zukünftige Entwicklung der chinesisch-deutschen Kooperationsausbildung liefern.
Luan Xuelian stellte den aktuellen Stand der internationalen Öffnung des Bildungswesens in Shanghai vor. Anhand konkreter Beispiele hob sie hervor, dass Hochschulen bei der Einführung hochwertiger ausländischer Bildungsressourcen stets die tatsächlichen Bedürfnisse von Lehrenden und Studierenden berücksichtigen, bestehende Defizite abbauen und durch Offenheit Reformen vorantreiben sollten, um die Qualität der Ausbildung in internationalen Kooperationsprogrammen weiter zu steigern.

Als eingeladene Rednerin hielt Parteisekretärin Lü Kangjuan vom Sino-Australian Business College der Shanghai-Universität einen Hauptvortrag. Frau Lü stellte die Erfahrungen des Colleges aus fast 30 Jahren chinesisch-ausländischer Kooperationsausbildung vor: Im Zuge ständiger Erkundungen hat das Institut ein umfassendes internes Steuerungssystem aufgebaut, das aus sechs Teilbereichen besteht – Beratung und Beschlussfassung, Finanzsteuerung, interne Kontrollregelungen, geschlossener Qualitätsmanagementkreislauf im Bildungsbereich, Personalverwaltung sowie digitalisierte Steuerung – und berichtete über die damit erzielten Erfolge.
Parteisekretär Han Haiqing vom Chinesisch-Deutschen Technologieinstitut der Qingdao-Universität für Wissenschaft und Technologie, Dekanin Chen Qi vom Chinesisch-Deutschen Internationalen Institut der Universität Shanghai für Wissenschaft und Technologie, Dekan Xue Wen vom Deutsch-Chinesischen Ingenieurinstitut der Zhejiang-Universität für Wissenschaft und Technik sowie Dekanin Shi Zhen vom Chinesisch-Deutschen Institut der Shanxi-Universität für Finanzen und Wirtschaft sprachen im Namen der Mitgliedsuniversitäten der Allianz zum Thema internes Steuerungssystem. Aus jeweils chinesischer und deutscher Perspektive analysierten sie detailliert die unterschiedlichen Entwicklungsstufen, Herausforderungen und Lösungsansätze ihrer Einrichtungen und teilten ihre Erfahrungen und praktischen Erkenntnisse aus der Arbeit im Bereich der chinesisch-ausländischen Kooperationsausbildung aus. Durch den gegenseitigen Austausch und Dialog strebten sie eine maximale gemeinsame Schnittmenge für eine qualitativ hochwertige Entwicklung der chinesisch-ausländischen Kooperationsausbildung an.
Zudem referierte Herr Liu Yueting, ständiges Mitglied des UNIcert-Vorstands, detailliert über die aktuellen Regelungen für internationale sprachliche Aufnahmeprüfungen deutscher Hochschulen im Rahmen des UNIcert-Standardsystems sowie deren praktische Umsetzung. Frau An Yan, Generaldirektorin von SinoJobs erläuterte, wie den Studierenden mit einem Hintergrund aus chinesisch-ausländischer Kooperationsausbildung weiterberufliche Perspektiven eröffnet werden können.

Während der am Nachmittag stattfindenden Sitzung des Verbundvorstands präsentierte Generalsekretärin Xu Fang den Arbeitsbericht für das Jahr 2022–2023 und blickte auf die wichtigsten Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Der Vorstand verabschiedete den Arbeitsplan für das kommende Jahr und stimmte dem Antrag der Hebei Agricultural University auf Aufnahme in den Hochschulverbund zu.
Auf Grundlage der am Vormittag gehaltenen Vorträge diskutierten die Vorstandsmitglieder intensiv über die Herausforderungen deutsch-chinesischer Bildungskooperationen und mögliche gemeinsame Lösungsansätze. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass der Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedshochschulen dazu beitragen werde, die Qualität und Besonderheit ihrer Kooperationsprogramme weiter zu stärken.

Parallel zur Vorstandssitzung fand ein Workshop zur Deutschdidaktik statt. Lehrende verschiedener Hochschulen, darunter Professor Ma Jian von der Peking-Universität, tauschten sich umfassend über Lehrmethoden und Unterrichtserfahrungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache aus und diskutierten innovative sowie effizientere Lehrkonzepte.

Die Hochschulallianz für chinesisch-deutsche Kooperationsausbildung ist ein vom chinesischen Bildungsministerium genehmigter landesweiter Zusammenschluss nicht selbstständiger deutsch-chinesischer Kooperationseinrichtungen und -programme im Hochschulbereich. Der Verbund wurde 2018 von Hochschulen mit entsprechenden Kooperationsprojekten gegründet. Sein Ziel ist es, die gesunde Entwicklung deutsch-chinesischer Bildungskooperationen zu fördern, die Kräfte der beteiligten Institutionen zu bündeln und die wichtige Rolle dieser Kooperationen bei der Internationalisierung der chinesischen Hochschulbildung weiter auszubauen.
(Quelle: KKIP)
